"Klänge ohne Grenzen",
Rheinische Post am 8. Mai 2007
"Mit dem Eichendorff-Chor aus Ratibor und dem Ratinger
Kammerchor trafen im Oberschlesischen Landesmuseum zwei Ensembles
zusammen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.
Beide boten hohe Kunst. (...) So trafen sich im Oberschlesischen
Landesmuseum der Eichendorff Chor Ratibor und der Ratinger
Kammerchor zu einem dreitägigen Workshop. In Memoriam
an den großen deutschen Dichter der Romantik Joseph Freiherr
von Eichendorff, geboren 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor
und gestorben 1857 in Neisse. 2007 ist also ein Gedenkjahr
anlässlich des 150. Todestages des volkstümlichen
Lyrikers. Im voll besetzten Oktogon endete die Begegnung mit
einem Chorkonzert im Rahmen des bilateralen Austausches. Hier
trafen zwei Chöre aufeinander, die unterschiedlicher
nicht hätten sein können: ein 40köpfiger volkstümlicher
voll tönender Klangkörper und ein feinsinnig hoch
musikalisch ausgerichteter Kammerchor, der großes Lob in Sachen
Völkerverständigung verdient. Der Eichendorff-Chor
Ratibor ebenfalls in Bewahrung des deutschen Liedgutes in
einem durch die Kriegswirren polnisch gewordenen Land. (...)
Der Ratinger Kammerchor mit seinem genialen musikalischen
Leiter Dominikus Burghardt zeigte einmal mehr die hohe Kunst
des kammermusikalischen Gesanges, in vier Eichendorff-Vertonungen
von Fanny Hensel sehr schön formklar in Text und geistiger
Ausdeutung. Burghardt führte dann beide Chöre in
"O Täler weit, o Höhen" und "Wer
hat dich du schöner Wald" (Felix Mendelssohn-Bartholdy)
zu stimmgewaltig und gut aufeinander abgestimmtem Wohlklang.
Interessant die unterschiedlichen Vertonungen "Untreue"
(Glück) polnisch gesungen und die von Max Reger vom Kammerchor
intonierte. Sehr schön getragene Klangwelten mit "In
einem kühlen Grunde" und "Komm Trost der Welt,
du stille Nacht" setzten einen stürmisch gefeierten
Schlusspunkt unter ein Chorkonzert mit großer Reverenz an
die Gäste."
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Der Eichendorff-Chor aus Ratibor und der Ratinger Kammerchor |