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Mozart c-moll-Messe und Frank Martin "Credo" und "Agnus Dei", Neue Ruhr Zeitung am 6. April 2004

"Restlos ausverkauft war die Pfarrkirche St. Joseph am Sonntagabend: Kettwiger Bach-Ensemble und der Kammerchor Hösel hatten zum Passions-Konzert eingeladen. Viele verpassten einen großartigen Abend. (...) Durch die klare Diktion des Chores war auch in den größten Jubelstürmen des Gloria die Architektur des Werkes hörbar. Dies galt gleichfalls auch für die Textverständlichkeit: Der bekannte Messe-Text wurde so wieder neu erfahrbar.

Bei dem unglaublich homogenen Chorklang ist es kaum nachvollziehbar, dass hier zwei verschiedene Chöre zusammenwirkten: Die lupenreine Intonation und die unglaubliche Flexibilität - gerade in der Dynamik - ist schlicht atemberaubend. Mozarts c-moll Messe blieb, wie auch das Requiem, unvollendet. Anstatt auf komplettierende Bearbeitungen zu setzen, erklang das Werk als Fragment. Die fehlenden Teile wurden durch Chorsätze aus der Feder des viel zu selten gespielten schweizerischen Komponisten Frank Martin ergänzt. Dabei konnte der Chor, nun a cappella, nochmals seine Qualitäten zeigen. (...) Gefeiert wurden die Künstler mit stehenden Ovationen - nach ergriffener Stille."

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