Zur Startseite
 
"Choralpassion" op.7, Hugo Distler, Rheinische Post am 22. April 2003

"(...) Dominikus Burghardt hatte den 14 Choristen und drei Solisten ein Höchstmaß an Konzentration und Stimmkultur abverlangt. Das Ergebnis war eine ebenso perfekte wie leidenschaftliche Interpretation, die bei den Zuhörern zunächst eine tiefe Stille und danach nicht enden wollenden Beifall erzeugte. (...) Die Musik stürzte sich im fünften und sechsten Teil geradezu auf den Hörer und machte die Gnadenlosigkeit in dieser uralten und doch in unheimlichen Parallelen immer wiederkehrenden Geschichte klar. Der Kammerchor beeindruckte mit der großen Sicherheit und der deutlichen Sprache. Vor allem die Soprane prägten mit ihren oft extrem hohen Einsätzen das a-capella-Werk. Niemals jedoch kam ein ungewollt scharfer Ton. Dazu boten die Männerstimmen in der ausgewogenen Besetzung (die beiden Bass-Solisten hatten sich dazu gesellt) ein abgerundetes Klangfundament. (...) Dominikus Burghardt brauchte nur dezente Fingerzeige, um den Abend zu lenken. (...)"

zurück